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  • „Bisexuelle stellen Schubladen in Frage“

    „Bisexuelle stellen Schubladen in Frage“

    Im September gibt es in Hamburg erstmals einen eigenen Pride für bi+sexuelle Menschen. Miterfinder Frank Thies erzählt uns im Interview, warum die Demo wichtig ist – und warum er sich als Bisexueller oft unsichtbar fühlt.

    Frank, beim Bi+Pride sollen mal Bisexuelle wie du im Mittelpunkt stehen. Warum?

    Weil Bisexualität oft unsichtbar ist. Wenn man zwei Männer auf der Straße Händchen halten sieht, denkt man: „Ach, die sind schwul.“ Wenn sich zwei Frauen küssen, denkt man: „Ah, die sind lesbisch.“ Wenn man einen Mann und eine Frau so sieht, denkt man erstmal gar nix. Vielleicht aber: „Die sind hetero, logisch!“ Aber alle sechs beobachteten Menschen könnten bisexuell sein. Das hat man oft nicht im Kopf.

    Warum ist das so?

    So funktioniert unsere Gesellschaft: Wir stecken Leute gern in Schubladen. Und wenn jemand einen gleichgeschlechtlichen Menschen liebt, packen wir das in die Schublade „schwul“ oder „lesbisch“. Das ist dann wie hetero – nur ein bisschen anders. Dann passt das wieder. Aber wenn jemand die Schubladen wechselt, haut es einem diese schöne Ordnung um die Ohren, und das will man nicht. Bisexuelle stellen Schubladen in Frage!

    Was fordert ihr beim Bi+Pride?

    Viele unserer Forderungen decken sich mit denen der CSDs. Wir demonstrieren zum Beispiel für eine Reform des Transsexuellengesetzes und für eine Aufhebung des Blutspendenverbots für Männer, die Sex mit Männern haben. Spezifisch ist die Forderung nach mehr Sichtbarkeit und die, dass in der Schule auch über Bi- und Pansexualität aufgeklärt wird. Weitere wichtige Punkte: Bisexualität soll wissenschaftlich besser erforscht, und Projekte für Bisexuelle sollen gefördert werden.

    Was wünscht ihr euch von euren Verbündeten in der queeren Community?

    Es wäre toll, wenn das „B“ in LGBTIQ immer mitgedacht würde. Oft kommt es unter die Räder. Zum Beispiel am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Trans*, Inter*- und Asexuellen-Feindlichkeit, der hieß anfangs IDAHO, dann IDAHOT, später IDAHOBIT. Aber dann taucht plötzlich ein Begriff auf wie IDAHIT – und das B ist wieder rausgefallen. Viele Organisationen reagieren sehr konstruktiv, wenn man sie darauf hinweist. Aber in diesem Jahr habe ich auch schon gehört: „Das ändern wir jetzt nicht mehr!“

    Vielleicht halten euch Homos für Fast-Heteros, die weniger diskriminiert werden…

    Ja, tatsächlich höre ich öfter: „Ihr gehört ja nicht richtig zur Community. Wenn’s schwierig wird, flüchtet ihr euch wieder auf die Hetero-Insel.“ Es gibt immer solche und solche. Es geht zwar nicht um einen Wettbewerb, wer am meisten diskriminiert wird, aber Bisexuelle und Pansexuelle bekommen es gleich von zwei Seiten ab: Ablehnung von Heterosexuellen, aber auch aus der eigenen queeren Community. Nicht ohne Grund sagen Statistiken, dass Bisexuelle noch mehr gesundheitliche Belastungen haben. Viele haben Angst, sich zu outen.

    Du selbst bist nicht nur privat out, sondern auch als Lehrer an deiner Schule. Wie kam es dazu?

    Vor einigen Jahren hat mich eine Schülerin der 6. Klasse auf einer Klassenfahrt direkt gefragt: „Sind Sie schwul?“ Als ich sie fragte, wo sie die Info her habe, antwortete sie: „Das sagen alle hinter Ihrem Rücken.“ In der Situation hab ich erstmal nein gesagt. Das stimmte zwar, war aber nur die halbe Wahrheit. Nach Beratung mit einigen Menschen habe ich mich ein paar Wochen später offiziell vor dieser Klasse als bisexuell geoutet.

    Wie hast du das in Worte gefasst?

    „Ich habe gehört, dass hinter meinem Rücken getuschelt wird. Das ist nicht in Ordnung. Ich kann mich zwar in verschiedene Geschlechter verlieben – aber mit euch hat das nichts zu tun. Damit ist das Thema für mich beendet.“

    Wie ist deine Klasse mit der Info umgegangen?

    Eine Schülerin hat sehr hart reagiert. Sie rief: „Das ist ja eklig!“ und wollte die Klasse verlassen. Das war gut, denn so konnte ich direkt darauf reagieren und allen eine Grenze aufzeigen. Ich habe ihr gesagt, dass ich sowas nicht noch einmal erleben möchte. Das Gute an diesem Eklat: Seit der deutlichen Aussprache hatte ich mit der Schülerin ein besseres Verhältnis als je zuvor.

    Woran machst du das fest?

    Nur ein Beispiel: Ein halbes Jahr nach meinem Coming-out lagen wüste Beleidigungen gegen mich im Kummerkasten. Als ich das öffentlich gemacht hatte, kam diese Schülerin mit einigen Freundinnen zu mir, um sich zu distanzieren. Sie wollten mir von sich aus sagen, dass sie auf meiner Seite stehen.

    Halten auch deine Kolleg*innen an der Schule zu dir?

    Lange Zeit war es mir nicht ganz klar, da ich mich ja nicht auf einer Konferenz vor allen geoutet habe. Ich weiß nicht, ob sich die Nachricht damals aus meiner Klasse wie ein Lauffeuer verbreitet hat. Da ich dann irgendwann mit meiner Frau verheiratet war und mit ihr zwei Kinder habe, wurde ich lange nicht als queer wahrgenommen. Aber nachdem ich mich in einem Beitrag für Die Zeit als bisexuell geoutet habe, haben mir diverse Kolleg*innen gesagt, wie toll sie es finden, dass ich diesen Schritt gemacht habe. Auch die Schulleitung steht hinter mir und hat mich zum Diversitätsbeauftragten befördert.

    Die Kampagne #teachout will Lehrer*innen Mut machen, sich ebenfalls zu outen. Auch da engagierst du dich. Wieso?

    Je mehr Lehrkräfte selbstbewusst out sind, desto einfacher wird das Coming-out für all jene, die noch große Angst davor haben. Jede Person muss es für sich selbst entscheiden – das ist ganz klar. Aber Lehrkräfte haben auch eine Vorbildfunktion und einen Bildungsauftrag. Deshalb ist es wichtig, dass sie out sind. Zudem ist nachgewiesen, dass Leute, die – in einem sicheren Umfeld – geoutet sind, gesünder und zufriedener sind, weil sie sich nicht mehr verstecken müssen.

    Wie kam #teachout zustande?

    Alles begann mit der Aktion #actout, mit der sich viele Schauspieler*innen geoutet haben. Ein Grundschullehrer hat darauf reagiert und sich auf Instagram mit dem Hashtag #teachout als schwul geoutet. Zwei Lehrerinnen haben das Wort aufgegriffen. Als ich davon las, hab ich sie angeschrieben, ob wir daraus nicht was Größeres machen sollten. Mit dabei waren die lesbischen Lehrerinnen Gun und Annika sowie die asexuelle, non-binäre, bisexuelle Lehrkraft Julia. So wurden wir vier zum Gründungsteam. Der Erfinder des Hashtags ist einverstanden, will aber nicht mehr in der ersten Reihe mitmischen. Mittlerweile ist eine Gruppe von über 20 Leuten aktiv.

    Wie ist die Resonanz bisher? 

    Nach #actout war die Medienresonanz natürlich groß. Bekannte Schauspieler*innen reizen die Medien. NDR, ZDF und Zeit haben über uns berichtet. Es wäre natürlich schön, wenn das in den nächsten Schuljahren noch weitergedeiht. Wir sind ja erst am Anfang.

    Zurück zu dir: War es gut, dass du dich geoutet hast?

    Ja, auf jeden Fall. Seitdem hat sich an unserer Schule einiges entwickelt. Wir haben eine Arbeitsgruppe „Vielfalt“ gegründet und halten „Respektwochen“ ab. Da geht es nicht nur um die Rechte von LGBTIQ, sondern auch gegen Rassismus und die Feindlichkeit gegenüber Frauen und Menschen mit Behinderung. Am 17. Mai war ich mit Schüler*innen der Vielfalts-AG beim Rainbowflash vorm Hamburger Rathaus. Die queeren Aufklärungsprojekte soorum und Team Plietsch haben in mehreren Jahrgängen Workshops angeboten. Inzwischen ist die Nachfrage größer als das Angebot. Und ich selbst mache Workshops und Fortbildungen zum Thema LGBTIQ für andere Lehrkräfte.

    Beeindruckend. Hast du Schule früher als queerfeindlichen Ort erlebt?

    Ja, natürlich. Schule ist für LGBTIQ ein Krisenort, weil dort viele Vorurteile zum ersten Mal auftauchen. In der Oberstufe finden sich die Leute zum Glück selbst und werden toleranter. Aber in den unteren Klassen nehmen die Kinder oft Vorurteile unreflektiert mit in die Klasse, zum Beispiel die ihrer Eltern.

    Halten die Lehrer*innen nicht dagegen? Zum Beispiel im Aufklärungsunterricht?

    Ja, schon. Aber im klassischen Aufklärungsunterricht geht es vor allem um Hormone, Fortpflanzung und heteronormative Lebensweisen. Und selbst das geht manchen gut organisierten Aufklärungsgegner*innen zu weit. Sie machen Stimmung gegen Aufklärung an der Schule und behaupten, Kinder würden dadurch sexualisiert. So ein Quatsch! Es geht nicht darum, Kinder und Jugendliche zu etwas zu drängen, im Gegenteil! Es geht darum, sie zu informieren, sie selbstbestimmt und stark zu machen, damit sie auch nein sagen können! Manche gucken ab der 6. Klasse ungefiltert Hardcore-Pornos auf ihren Handys an. Und dazu soll die Schule schweigen? Das sehe ich anders! Wir müssen die jungen Menschen altersgerecht aufklären. Dazu gehört auch, wie sie Grenzen einhalten – die eigenen, aber auch die von anderen! Es gibt aber auch schon gute, inklusive Aufklärung, teilweise fächerübergreifend.

    Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Hast du sexuelle Erfahrungen mit Männern? Oder ist das nur Theorie? Was sagt deine Frau dazu?

    Meine Frau akzeptiert mich voll und ganz, wie ich bin – von Anfang an, denn ich hatte es ihr sofort erzählt. Vertrauen und Ehrlichkeit sind mir sehr wichtig. Grundsätzlich finde ich persönlich, dass man etwas verpasst, wenn man in seinem ganzen Leben nur mit einem Geschlecht Erfahrungen sammelt. Aber das muss jede Person selbst wissen. Ich selbst finde auch beim Sex Vielfalt schön.


    Frank Thies ist Bi-Aktivist, Mit-Initiator der Aktion #teachout und Sprecher des ersten Bi+Pride, der vom 23.-25. September 2021 stattfindet – mit Workshops und einer Demonstration in Hamburg und Bi-Flaggenhissungen in ganz Deutschland. Der 46-Jährige unterrichtet an einer Hamburger Stadtteilschule Mathematik, Physik und Theater. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern im Umland der Hansestadt. Mehr zu Frank gibt es auf seiner Website.

  • „Die Veränderung hat im Kopf stattgefunden und nicht zwischen den Beinen.“ – Gespräch mit einem PrEP-Aktivisten

    „Die Veränderung hat im Kopf stattgefunden und nicht zwischen den Beinen.“ – Gespräch mit einem PrEP-Aktivisten

    „Ficken nur mit Gummi!“. Diese Regel war über viele Jahre gesetzt. Seit einiger Zeit jedoch zeigt die Wissenschaft: Safer Sex ist auch ohne Gummi möglich – wie es Schutz durch Therapie oder die PrEP (Präexpositionsprophylaxe) zeigen. Gerade die letztgenannte Präventionsmöglichkeit sorgt derzeit für Furore. Das Prinzip: HIV-Negative nehmen eine Tablette täglich ein, um sich vor HIV zu schützen. Was in den USA schon seit 2012 offiziell empfohlen wird, ist in der EU aktuell jedoch nur über Umwege möglich. Ein Skandal, findet unter anderem Emmanuel. Der 30-Jährige Berliner PrEP-Aktivist mit französisch-israelischen Wurzeln kann sich ein Leben ohne den Schutz durch die Tablette kaum mehr vorstellen.

    Emmanuel, du bist vor fünf Jahren nach Berlin gezogen. Wie dachtest du früher über Safer Sex?
    Meine Weltsicht war bis dahin ganz einfach: Wir benutzen fast alle Gummis. Manchmal passiert zwar ein Unfall, dann kann es zu einer Infektion kommen, aber letztendlich kennen ja alle die Risiken und lassen sich regelmäßig testen. Die einzige Möglichkeit ohne Gummi ficken zu können, ist in einer monogamen Partnerschaft, nachdem man vorher gemeinsam zum Test gegangen ist. Nur dann gibt es den offiziellen „Stempel“ mit der Erlaubnis zum kondomlosen Ficken.

    Aber so einfach war die Welt dann doch nicht.
    Ja, denn es wurde immer deutlicher, dass das althergebrachte Schwarz-Weiß-Denken nicht mehr funktioniert: „Positiv“ und „Negativ“ oder „Safe“ und „Unsafe“ – was sagt das heute aus? Wir wissen inzwischen ja, dass man sich bei einem HIV-Positiven in erfolgreicher HIV-Therapie nicht infizieren kann. Dagegen gibt es viele vermeintlich HIV-Negative, die von ihrer Infektion nichts wissen, und ohne Gummi unterwegs sind…

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    Weil er es untragbar findet, dass in Deutschland der Zugang zur PrEP fast unmöglich ist, ist Emmanuel PrEP-Aktivist geworden. (Foto: iwwit.de)

    Zeit und Erfahrung haben mir gezeigt, dass sehr viele Typen doch keine Gummis benutzen, oder nur unter Druck. Ich wurde oft abgelehnt, weil ich nicht bare ficken wollte. Dann gab es auch zwei Fälle, wo das Gummi „verschwunden“ bzw. “weggerutscht“ ist. – Das hat mein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle zerbrochen.

    Und was hat dich zur PrEP geführt?
    Ich kam ich zu einem Punkt wo ich entscheiden musste, entweder lebe ich mit ständiger Angst vor HIV, weswegen ich Sex auch nicht uneingeschränkt genießen kann. Oder ich gebe auf und akzeptiere, dass HIV kein „wenn“ sondern ein „wann“ ist. Ich habe immer wieder junge Männer mit dieser Einstellung getroffen: „Ich werde sowieso irgendwann HIV bekommen. Wenn es passiert, dann lasse ich mich einfach behandeln.“ Diese Einstellung kam für mich aber nicht in Frage.

    Glücklicherweise habe ich an diesem Zeitpunkt von der PrEP erfahren, und wusste sofort, das ist genau die dritte Option die ich brauche.

    Was hat dein Umfeld gesagt, als du mit der PrEP begonnen hast? Wie waren die Reaktionen?
    Das war sehr unterschiedlich. Bei Heteros kam das eigentlich sehr gut an. Die Schwulen dagegen hatten schon Probleme damit und waren teils ziemlich moralisch. Ich denke, das hängt damit zusammen, dass es manchen Schwulen nach 30 Jahren „Condom only“-Botschaft schwerfällt, diese fast schon heilige Botschaft aufzugeben. Immerhin haben wir ja alle gelernt: Analverkehr ohne Gummi ist eine „Sünde“. Und jetzt kommt jemand, der meint, Sex ohne Gummi sei nicht mehr unsafe?!

    Hat sich dein Sexleben mit der PrEP verändert?
    Ich hatte mit der PrEP anfangs eine ziemlich wilde Zeit, und habe einiges ausprobiert (lacht)… Und jetzt weiß ich besser, wo meine Grenzen liegen. Die viel größere Veränderung hat letztlich im Kopf stattgefunden und nicht zwischen den Beinen. Plötzlich war es mir möglich, eine Nähe und Intimität zuzulassen und zu fühlen, die ich bisher nicht von mir kannte. Auch mein Alltag ist seitdem anders. Die Angst vor HIV war bei mir oft im Hinterkopf – diese ständige Rechnungen, mit wem habe ich was getan und wo könnte ein Risiko bestehen, haben mit der PrEP aufgehört. Vor der PrEP hatte ich gar keine Ahnung, wie viel Einfluss die Angst auf mein ganzes Leben hat – und eben nicht nur auf mein Sex-Leben.

    Was sagst du zu den Gegnern, die behaupten, PrEP würde ein Tor zu anderen sexuell übertragbaren Infektionen öffnen?
    Jeder der PrEP unter ärztlichen Aufsicht nimmt wird alle 3 Monaten auf STI untersucht und falls nötig auch behandelt. Ja, es gibt genug anderen Mist. Das sind meistens Schmierinfektionen gegen die Kondome nur teilweise schützen, und die Hälfte der Fälle ist oft symptomlos. Wer behauptet, er brauche nicht regelmäßig beim Arzt Abstriche machen zu lassen, weil er immer mit Gummi fickt und keine Symptome hat, wiegt sich und seine Partner in einer falschen Sicherheit.

    PrEP könnte die Lage ändern – endlich würden sich genau die Männer, die davon am meisten profitieren könnten, häufig vom Arzt beraten und auf STI testen lassen! Könnte das nicht sogar zu einem Rücktritt der Tripper-Epidemie führen?

    Du hast angefangen, dich als Aktivist für die PrEP einzusetzen. Warum?
    Weil ich es traurig finde, dass junge Schwule das Risiko einer Infektion bewusst eingehen, während es schon seit 4 Jahren eine neue, zusätzliche Schutzmöglichkeit gibt! Und auch weil ich es untragbar finde, dass in Deutschland der Zugang zur PrEP fast unmöglich ist. Wenn das Thema nicht so moralistisch geladen wäre, oder wenn HIV ein Problem der Heterogesellschaft wäre, wäre PrEP schon längst verfügbar. Ich will anderen in der Community den Zugang zur PrEP einfacher machen.

    Wie setzt du dich für die PrEP konkret ein?
    Ich habe erstmal einen Planetromeo-Club gegründet, um Information zu verbreiten über wie man in Deutschland an die PrEP kommen kann („PrEP-info-DE“). Aber das reicht natürlich nicht. Als nächsten Schritt hoffen wir, bald eine eigene Website und eine Facebook-Gruppe zu haben. Es gibt andere Aktivisten, die viel machen – zum Beispiel die LoveLazers, oder PANSY, die ab dem 28.04.2016 einen monatlichen Abend rund um Sex und Drogen organisiert: https://www.facebook.com/LetsTalkAboutSexAndDrugs 

    PrEP ist schon eine Realität. Las uns die Chance nicht verpassen, es richtig einzusetzen. Nur so haben wir eine Chance, die HIV-Neuinfektionsrate zu senken!

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    Emmanuel ist seit Sommer 2015 „PrEPster“. (Foto: iwwit.de)